Den Blackbox-Testflug meistern
Ein gutes Log beginnt mit einem guten Flug. Hier erfährst du, wie du reiche, brauchbare Daten für ein zuverlässiges PID-Tuning aufzeichnest.
Warum es wichtig ist
Die Analyse misst, wie deine Drohne auf deine Befehle reagiert. Ohne zackige, abwechslungsreiche Eingaben sind Sprungantwort, Rauschen und PID-Fehler nicht messbar. Ein sanfter, gemütlicher Flug liefert ein schlechtes Log: Zum Tunen musst du die Drohne fordern.
Flugdauer
aktives Fliegen pro Akku ist genug. Viele Daten auf jeder Achse ohne ein riesiges Log.
Zeichne mit mindestens 2 kHz auf (idealerweise 4 kHz+), um Gyro-Rauschen und Filteranalysen korrekt zu erfassen.
Stelle sicher, dass Debug = GYRO_SCALED (oder RPM-Filter) aktiv ist, wenn du Rauschen und Filter analysieren willst.
Durchzuführende Manöver
Bewege jede Achse separat mit schnellen, harten Eingaben (zackige Stick-Punches, keine weichen Übergänge):
Roll & Pitch
Vollständige Flips und Rolls, schnelle Links/Rechts- und Vorwärts/Rückwärts-Wechsel. Dies sind die Schlüsselachsen für die Sprungantwort.
Yaw
Schnelle Drehungen nach links und dann nach rechts, isoliert sowie kombiniert mit Roll/Pitch. Oft vernachlässigt, aber wichtig.
Gas / Leistung
Vertikale Punch-outs, schnelle Steig- und Sinkflüge, einige Vollgasstöße, um Oszillationen und Rauschen unter Last aufzuzeigen.
Kombinationen & wechselnde Geschwindigkeit
Schnelle Combos, abrupte Richtungswechsel, bei niedriger und hoher Geschwindigkeit. Je abwechslungsreicher die Eingaben, desto reichhaltiger die Analyse.
Best Practices
- Fliege im Acro-Modus (Rate), niemals Angle/Horizon.
- Ein gut geladener Akku für stabilen Druck.
- Harte, ausgeprägte Eingaben auf jeder Achse.
- Fliege bei ruhigem Wetter (wenig Wind), um das Verhalten der Drohne zu isolieren.
- Nur eine Änderung auf einmal zwischen zwei verglichenen Logs.
- Props und Rahmen in gutem Zustand (keine mechanischen Vibrationen).
Vermeiden
- Sanftes, sanftes Cruisen: überhaupt keine Last, unbrauchbares Log.
- Fliegen in Angle/Horizon: verfälscht die Sprungantwort.
- Fliegen bei starkem Wind: störende Fremdkorrekturen.
- Beschädigte / unvollständige Props: irreführendes Rauschen.
- Ein fast leerer Akku: instabile Leistung und unvorhersehbares Verhalten.
- Ändern von mehreren Einstellungen zwischen zwei verglichenen Flügen.
Kurze Checkliste
- Blackbox aktiviert, ≥ 2 kHz, Flash-Speicher gelöscht.
- Acro-Modus, voller Akku, ruhiges Wetter.
- Abheben, dann 1 bis 3 Min. harte Manöver auf Roll, Pitch, Yaw und Gas.
- Landen, die .BBL-Datei abrufen.
- In den Analyzer laden und die Empfehlungen lesen.